Gasanlage

Betrifft vorerst Audi Modelle der Baureihe Typ 89, C4, C5

 

Zum Thema PKW Gasanlage (LPG) wurde nun schon reichlich geschrieben.  Und es gibt die verschiedenste Aussagen die für und gegen eine Gasanlage sprechen. Genauso verhält es sich  mit den Motorschäden die angeblich alle durch den Gasbetrieb entstanden sein sollen.  Grundsätzlich kann man sagen dass durch die Verwendung von LPG Gas keine Schäden entstehen, wenn die eingebaute Anlage entsprechend der Motorleistung eingebaut und auch richtig abgestimmt wird.  Die Entwicklung der Gasanlagen ist auch in der letzten Zeit rasant weitergegangen.  Die einzelnen Entwicklungsziele sind nicht immer die gleichen wohl aber das Gesamt Ziel und das lautet noch wirtschaftlicher.  Mein und ein befreundetes Unternehmen möchten diese Anlagen nun auch noch Leistungsfähiger machen.  So wie sie auch teilweise im Motorsport eingesetzt werden.  Die eingebaute Anlage kann man bis zu ca. 8000 U/min einsetzen.  Eine Probeanlage ist jetzt in meinem S6 Plus verbaut. Durch die Verwendung von speziellen Einsätzen ist zum einen ein Anbohren der Ansaugleitungen überflüssig und zum anderen ist die Leitung von der Düse bis zum Einströmen ins Ansaugrohr sehr kurz geworden.  Somit ist ein wesentlich genaueres einströmen des Gases möglich.   Auch ist der Einbau der Gasanlage deutlich dezenter zu gestallten. Fast alle Einbauten finden genügend Platz unter der Motorabdeckung und sind für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar.

 

Nun auch ein paar Bilder von meinem S6 Plus

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Der Motor des S6 Plus: 4,2L V8-Motor mit einer ab Werk angegebenen Leistung von 240KW/326PS

In diesem Fahrzeug ist eine Doppelverdampferanlage verbaut. Das heißt, je Zylinderbank ist ein Verdampfer vorhanden, so dass für jeden Lastzustand und jeder Drehzahl immer genügend Gas zur Verfügung steht. Mit dieser Anlage kann der Motor ohne Probleme im maximalem Leistungsbereich betrieben werden.

 

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Wie man sieht, sieht man hier nicht viel von einer Gasanlagennachrüstung. Oben rechts sind zwar die beiden Verdampfer gut zu erkennen und auch der Gasfilter oben rechts auf Bild 5. Nur die Gasdüsen am Motor sind auch ohne Motorabdeckung so gut wie nicht zu erkennen. Sie befinden sich direkt neben den Benzineinspritzdüsen und sie strömen das Gas direkt unter der Einspritzdüse mittels   eines Adapterringes ein, das ein Anbohren des Ansaugsystems überflüssig macht. Hinzukommt das die Düsen alles exakt  gleich einströmen.

 

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auf den Bildern 7 und 8 sind die Gasdüsen besser zu erkennen. Es sind die silberen ruden Teile. (S6 Plus)

Bild Nr. 8 : zeigt wie die Gasdüse direkt unter der Benzineinspritzdüse angebracht ist. (S6 )

 

 

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Bild 9: Verbaut wurde hier ein 108 L Unterflurtank mit dem Reichweiten von mehr als 500 km sehr gut möglich sind, bei ruhiger Fahrweise sind auch deutlich mehr als 600 km zu erreichen.  Somit kann man entspannt auch größere Distanzen fahren ohne das ständig nach einer Gastankstelle geschaut werden muss.

 

Die bis jetzt  größte Reichweite betrug:  690 km

  

Der errechnete Verbauch lag bei             14,1 L pro 100 km      Datum  12.2010

 

Tipp: Im Winter sollte man sich zu Befüllen der Anlage entsprechend warm anziehen. Warme Handschuhe sind von Vorteil.

 

Bild 10: zeigt wie die Ansicht von hinten ist. Aufgrund der Anordnung fällt es nicht auf das hier Anstelle

der Reserveradmulde der Gastank zu sehen ist.

 

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Bild 11: möglich wurde der Einbau des 108L Tanks erst nach dem Einbau einer BN Pipes  Anlage der Fa Niedermayr. Dieser Endschalldämpfer ist deutlich schlanker gebaut als die Serienanlage und der Abstand zur seitlichen Isolierung wurde um ca. 6-7 cm größer. 

 

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Ziel war es das der Kofferraum oberhalb des Zwischenbodens nicht kleiner werden durfte. Wie man auf den Bilder von 13 bis 15 sehen kann, hat sich nur der untere Raum verändert. In dem verbliebenen Raum können jedoch noch einige Dinge untergebracht werden.

 

 

Die folgenden Bilder zeigen einen weiteren Umbau. Das Fahrzeug wurde mit einer  KME Gasanlage gekauft. Aufgrund von Mängeln wurde die Anlage zum Teil erneuert und auch ordendlicher Verbaut. Zur besseren Ansicht wurde die Motorabdeckung bis zum Luftfilterkasten entfernt. Zu sehen ist hier ein 4,2L V8 Motor mit 290 PS MKB. AEC

 

 

Die Gasdüsen wurden mit einem Adapterstück direkt am Saugrohr und unter der Benzindüse eingebaut. Der Vorteil ist der, dass zum einen keine Löcher in das Saugrohr gebohrt werden müssen und das alle Düsen exakt den gleichen Sitz haben. Die Benzineinspritzdüsen arbeiten auch in der geänderten Position einwandfrei. Mit diesem Konzept können auch ohne Problem Drehzahlen bis zur Abregelung gefahren werden.

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In dieser Einbauposition  fallen die Gasdüsen auch nicht so ins Auge da sie tief unten am Saugrohr angebracht sind. Sie können je nach Einbauwinkel auch ganz unter der Benzinleiste verschwinden.....

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.....So das sie wie hier zu sehen ist  auf der rechten Seite so gut wie nicht zu sehen ist. Auf beinen Zylinderköpfen liegen die Gasfilter. Um eine optimale gleiche Gasbelieferung der Gasdüsen  zu sichern, sind alle Zuleitungen vom Gasfilter bis zur Gasdüse gleich lang. Somit kann es nicht zu unterschiedlichen Schwingsäulen in den Gasleitungen kommen, die unter Umständen zu unterschiedlichen Drücken an den Gasdüsen führen können.

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Der Gasfilter verschwindet hier ganz unter der Luftzuführung.  Für Wartungsarbeiten ist er dennoch sehr gut  zugänglich.

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 C4 20V Turbo mit einer BRC -Gasanlage

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Aus Platzgründen wurde das Steuergerät im Radhaus hinter der Radhausschale eingebaut. Das war zwar sehr aufwendig dafür jedoch eine sehr saubere Lösung.

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Audi A6 2,4l  Type 4B  125 KW mit  Multitronic

Diese Fahrzeug  wurde  mit einer  schon verbauten Gasanlage  gekauft.  Der Vorbesitzer ließ aus Kostengründen eine polnische Anlage einbauen, der Grund hierfür war das diese Anlage (BRC) günstiger sein sollte als Deutsche Anlagen.  Das war wohl ein Trugschluss, denn die Anlage war nicht günstiger sondern einfach  zu klein für diesen Motor.  Und nicht nur das, diese Anlage wurde so eingebaut  das  es zu erheblichen Störungen kam, es wurde immer wieder vom Motorsteuergerät angezeigt das die Katalysatoren der ersten und zweiten Bank  eine zu geringe Wirkung haben.  Dies wurde ca. 200 – 500 KM nach dem löschen des Fehlerspeichers angezeigt.  Der Fehler Code lautet P0421 und P0431.  Die Anlage wurde an einem BRC Stützpunkt überprüft und dort wurde bescheinigt das alles ok ist.  Aber die Fehler vom Motorsteuergerät wurden immer wieder angezeigt. Ein weiteres Problem war das man das Fahrzeug in einer Kolonne auf der Landstraße  kaum fahren konnten, weil es immer einen unangenehmen  Schlag gab  wenn der Motor aus der Schubphase leicht beschleunigt wurde.  Dies lag an den zu lang verbauten Leitungen der Gasdüsen bis zum Ansaugrohr, nachdem hier ca. 14cm  Schlauch entfernt wurden, war der Fehler zwar noch nicht ganz weg jedoch war es jetzt deutlich angenehmer. Und der Ruck trat eigentlich nur noch ganz leicht auf.  Ein weiteres Problem  stellte sich mit zunehmender Kälte ein.  Die Gasanlage schaltete sich immer später ein bis es zu Schluss ca. 20 Km wurden.  Ein Abdämmen des Verdampfers verringerte dies zwar wieder auf ca. 10 km. Nur im Vergleich zu anderen Anlagen war diese Zeit und Stecke einfach noch zu lang.  Ich habe mich dann entschlossen diese Anlage gegen eine  entsprechend ausgelegte Anlage von KME zu tauschen.  Dieser Umbau wurde in einem befreundeten und autorisierten Unternehmen vorgenommen.  Neben der  verbesserten Einbaulage des Verdampfers und auch der Anordnung der Einspritzdüsen hat sich das Fahrverhalten deutlich verbessert und die Fehlerlampe vom Motorsteuergerät bleibt jetzt auch aus.  Nach dem sich jedoch der Wasserverlust   und der Ölverbrauch  ständig erhöht  haben, habe ich jetzt die Köpfe demontiert und komplett zerlegt.  Es stellt sich nun  die Frage wie sehen die Sitzringe der Ventile und wie sehen die Ventile selber  aus.   Die Diagnose war folgende.  Die Sitzringe und Ventile waren alle ok.  Die Ventilführungen der Einlassventile  waren auch top. Das Spiel der Auslassventile war schon deutlich größer  und da schon mal alles zerlegt war wurden die Führungen gleich mit ersetzt.  Das Einschleifen der Ventile  war im Grunde eine Kleinigkeit. Es reichte die feine Einschleifpaste um sie nur etwas einzureiben und schon waren die Dichtflächen alle gleichmäßig zwischen dem Ventil und dem Sitzring  geschliffen.  Wie das vor und nach dem Schleifen   ausgesehen hat kann man gut auf den Bildern  erkennen.  Da man ja nie auslernt  habe ich auch etwas neues gesehen und zwar geht es hier um die Zündkerzen.  Die Isolation der Mittelektrode ist gerissen und an einer Kerze auf beiden Seiten zur Außenelektrode wie herausgeschnitten.  Hoffe dass man das auf dem Bild gut erkennen kann.  Dieses Problem kann ganz einfach gelöst werden, es gibt  Zündkerzen die speziell für den Gasbetrieb ausgelegt sind. Diese werden jetzt auch verbaut.  Auf Grund der  Spuren scheint der Zündfunke nicht immer den vorgeschrieben Weg genommen zu haben.   Folge es kann zu Störungen im Verbrennungsablauf kommen, die zu Aussetzern in unterschiedlichen Lastzuständen führen können.  Und somit auch direkte Auswirkungen  auf die Abgastemperatur und das Abgasverhalten haben.  In jedem Fall ist es Sinnvoll  Zündkerzen zu verbauen die für höhere Temperaturen ausgelegt sind und nicht die Serienzündkerzen zu verwenden.
Fazit:
Der Motor hat durch den Gasbetrieb keine  Schäden erlitten und das obwohl nicht alle Bedingungen optimal  waren. Selbst der Abgaskrümmer sieht sehr gut aus und zeigt keine besonderen Verschleißerscheinungen.  Alle Arbeiten die an diesem Motor durchgeführt wurden waren im Grunde Arbeiten die auch ohne eine Gasanlage anstehen könnten.

  
Die Bilder 1 und 2 zeigen die unbearbeiteten Ventilsitzringe zu erkennen sind sie daran, dass die Sitzflächen noch verchromt aussehen.
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Nach dem Einschleifen werden die Ventilsitzringe grau.

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   Hier ist der geschliffene Zylinderkopf zu sehen. 

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 Hier ist der Motor noch vor der Überholung....

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   .... und hier nach der Überholung zu sehen.

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So es ist endlich vollbrach der Motor schnurrt wie ein Kätzchen. Er ist leiser und läuft auf Gas auch ruhiger als mit Benzin. Auch das umschalten bei Temperaturen von knapp 20° ist jetzt kein Problem mehr. Die letzte Abstimmungsfahrt war ein voller Erfolg. So das auch mein schwierigster Kunde (meine Frau)  sehr zufrieden ist. All die Problem wie ständig leuchtende Warnlampe der Motorsteuerung und das derbe Rucken wenn man in einer Kolone fuhr gehören jetzt der Vergangenheit  an. Der Testverbrauch auf der Autobahn lag jetzt bei 11,7-13L. Das ist günstiger als mit einem Diesel zu fahren.
Auch sind jetzt alle Probleme mit der Multitronik behoben. Jetzt funktioniert auch sie sehr gut mit dem Motor. Hier hatten wir das Problem, dass es bei jedem leichten beschleunigen zu  einen Ruck kam. Genauso war es auch schwierig den Wagen mit Standgas rollen zu lassen. Sprich immer wenn man die Brems löste und das Getriebe eingriff schwanket die Leerlaufdrehzahl unangenehm. Das ist jetzt auch alles Ruhig. Motor und Getriebe arbeiten wieder einwandfrei miteinander. Alles geht butter weich. Man hat den Eindruck da vor treibt ein Elektromotor alles an. Nur etwas Gas geben und er beschleunigt zügig und fast lautlos  mit gleicher Drehzahl hoch.

Natürlich stell sich die Frage was wurde nun eigentlich alles gemacht.  Im Grundgenommen alles was mit dem Köpfen zu tun hat.   Die Köpfe wurden komplett zerlegt und intensiv gereinigt so dass alle Ablagerungen beseitigt waren. Die Ventilführungen der Auslassventile wurden ers. Alle Ventile wurden anschließen mit Schleifpasste eingerieben. Vorteil für mich ich konnte so erkennen wie das Tragbild der Sitzflächen ist. Anders gesagt mit der Einschleifpaste werden die Flächen vom Ventilsitzring und dem Ventilteller gegeneinander gerieben und man kann nach dem reinigen der Flächen erkennen ob die Flächengleichmäßig von dem Schleifmittel aufgeraut wurden.  Das war bei meinem Motor bei allen Ventilen der Fall. Es reichte auch nur ein Schleifgang aus. Und alle Anlageflächen sahen sehr gut aus. Auch wurden alle Ventilschaftabdichtungen  ers. sie waren schon etwas hart geworden. So das die Ventile nicht mehr einwandfrei abgedichtet wurden. Und die Köpfe wurden beide etwas geplant so sind auch diese Dichtfläche absolut sicher. Ansonsten wurde der Zahnriemen mit allen Rollen und auch der Rippenriemen mit Rollen ersetzt. Die Entlüftungsleitung für das Kurbelgehäuse wurde auch neu da diese mehrfach gebrochen war und vom Vorgänger mit Isolierband geklebt wurde. Als Zündkerzen sind jetzt die aus dem 5 Zyl. AAN Motor 2,2L 20V Turbo verbaut. Diese sind für deutlich höhere Belastungen ausgelegt und sollten so für den Gasbetrieb gut sein. Ansonsten wurden alle Stehbolzen von Abgaskrümmer und alle anderen Dichtungen ers.   Die Kolben wurden auch von ihren Ablagerungen komplett befreit. So das der Brennraum wieder wie neu ist.

 

Update
Da das Rangieren im kalten und mittleren Temperaturbereich hin und wieder für Probleme beim umschalten auf Gas machte, wurde der Umschaltvorgang verändert. So das jetzt der Motor nicht mehr absterben kann wenn man gerade in Parklücken rangiert und die Kupplung der Multitronic ein und auskuppelt. Auch die damit verbundenen Leerlaufschwankungen wurden hiermit beseitigt.     

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Wenn Sie  zu diesem Thema noch Fragen haben oder Erklärungen noch zu unklar sind, senden Sie mir bitte eine Mail. Wenn es möglich ist,  werde ich den Punkt detallierter beschreiben.

   

 

 

 

 





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